Willkommen auf der Homepage des Nachbarschaftsheim Darmstadt e.V.
 
Unsere Kontaktdaten:

Nachbarschaftsheim Darmstadt e.V.
Im Schlösschen im Prinz Emil Garten

64285 Darmstadt

Tel. 06151 - 6 32 78
Fax 06151 - 66 36 47
info@nbh-darmstadt.de



Das Schlößchen im Prinz-Emil-Garten liegt in einer intimen Anlage aus dem Übergang des Rokoko zum Klassizismus. Der leitende Minister Landgraf Ludwigs IX. und Staatsreformer F.C.v. Moser, ließ sie nach 1772 von N.A. Siebert verwirklichen, sie verband Elemente französischer und englischer Gartenkunst. Statuen, Tempel, Grotten und Ruinen sind verschwunden, der Teich wurde nach 1945 zugeschüttet und 1989 rekonstruiert, geblieben sind die alten Bäume und sanft abfallende Grünflächen, die im Winter beliebte Rodelbahnen abgeben. Das Gartenschlößchen entstand nach Plänen J.H. Müllers und F. Schuhknechts, nach Mosers Sturz (1780) ging es an den Erbprinzen Ludwig, 1830 an den Prinzen Emil über, dessen Namen es trägt. Das Gebäude wurde 1944 von Bomben zerstört, die Stadt hat es 1950 wieder aufgebaut und dem Verein Nachbarschaftsheim übergeben, der in dem Schlößchen und seinen Anbauten (1960) sozialkulturelle Stadtteilarbeit leistet. In den Park einbezogen sind Kinderspiel- und Sportplätze, eine Minigolf-Anlage und ein Altenwohnheim.

Das Nachbarschaftsheim Darmstadt ist eine Gründung der amerikanischen Quäker aus dem Jahr 1947 und wird heute von einem gemeinnützigen Verein geführt und unterhalten. Dazu gehören das Schlößchen im Prinz-Emil-Garten, das Bessunger Forstmeisterhaus und die Gartengolfanlge Prinz-Emil-Garten.

Das Besondere der Nachbarschaftsheime und damit auch des Nachbarschaftsheimes Darmstadt ist, daß Begegnungen alle unter einem Dach möglich sind, daß alle Altersstufen und Bevölkerungsschichten zunächst eines bestimmten Stadtteils, aber keineswegs nur beschränkt auf diesen, sich in einem Haus gegenseitig kennenlernen können, miteinander sprechen, spielen, ihre Interessen pflegen oder dazu angeregt werden können, ihre Kenntnisse erweitern, zu lernen wache Augen und offene Ohren zu haben für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen. Und wie das Nachbarschaftsheim nicht nur allen Alters- und Bevölkerungsgruppen zur Verfügung steht, so macht es auch keinerlei Unterschiede nach Rasse, Religionszugehörigkeit und politischer Überzeugung. Konzeptionell erhebt das Schlößchen des Prinz-Emil-Gartens und seine Außenstelle Forstmeisterhaus den Anspruch, nicht nur die Kommunikation relativ homogener Bevölkerungsgruppen herzustellen bzw. zu verbessern, sondern sie will für möglichst alle sozialen Schichten Angebote und Hilfsmaßnahmen bieten und die unterschiedlichsten Alters- und Interessengruppen ansprechen. Die Institution fordert den Besucher zur aktiven Mitwirkung und -arbeit auf, bietet Foren für Probleme und Interessen und leistet zu einem erheblichen Teil soziale Arbeit. Hier befinden sich die verschiedensten Angebote unter einem Dach, man kann sich unverbindlich informieren, unterhalten, anregen lassen, selbst aktiv werden und Einfluß auf die Programmgestaltung nehmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter, die Honorarkräfte und die vielen ehrenamtlichen Helfer und Berater sind ständig bemüht, durch ihre soziale Tätigkeit eine Art Brücken- und Impulsfunktion herzustellen oder zu vertiefen.

Um nicht in bewährten Formen, in einer Art ”Betreuungseinrichtung” herkömmlich aufgeteilter und organisierter Alten-, Erwachsenen-, Jugend- und Kinderarbeit steckenzubleiben, sind die tätigen Gremien und Mitarbeiter immer offen gegenüber den Interessen und Bedürfnissen der Menschen, z.B. des Stadtteils.

Gemäß seiner Konzeption stellt das Nachbarschaftsheim/Forstmeisterhaus Gruppen bei der Wahrung ihrer Autonomie Räume zur Verfügung und fördert die Aktivitäten dieser Gemeinschaften (bei Veranstaltungen, Musik, Tanz, Spiel, Theater usw.). Darüber hinaus führt die Einrichtung kulturelle Aktivitäten - auch in Zusammenarbeit mit bestehenden Gruppen - durch, wie z.B. Theater- und Musikveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen u.ä., immer mit dem Ziel für möglichst alle in der Umgebung wohnenden Bürger Angebote zu machen, in denen sie sich wiederfinden können. Auf dieser Ebene ist eine Verständigung der altersmäßig sehr verschiedenen Gruppen im Nachbarschaftsheim/Forstmeisterhaus denkbar.

Die Aktivitäten des Vereins werden unterstützt durch Zuwendungen der öffentlichen Hand, d.h. der Stadt Darmstadt und des Landes Hessen, durch Spenden und durch die Beiträge seiner Mitglieder.

Der Verein gibt ein ständig wechselndes umfangreiches Jahresprogramm heraus, das laufende Ergänzungen erhält.